21.12.2009 - Lkw-Überfälle deutlich häufiger als Angriffe von Seepiraten

In den Monaten Oktober und November wurden 460 Überfälle auf Lkw auf europäischen Straßen registriert. Dem gegenüber stehen weltweit 306 Piratenattacken in den ersten neun Monaten dieses Jahres. Dies geht aus den aktuellen Zahlen der TAPA (Transported Asset Protection Association) und des IMB (Internationales Schifffahrtbüro) hervor. Während die Sicherheit im Golf von Aden und vor den Küsten Somalias durch die EU-Anti-Piratenmission „Atalanta“ mit Hilfe von zahlreichen dort operierenden Marineschiffen verbessert werden konnte, sind die Lkw-Fahrer nach wie vor darauf angewiesen, dass Hersteller nicht beim Thema Transportsicherheit sparen. Denn: Ein Transport mit höchsten Sicherheitsstandards wie satellitengestützter Transportüberwachung, zwei Fahrern, speziellen Verschlusssystemen in und auf den Türen sowie die ausschließliche Nutzung von überwachten, gesicherten Parkplätzen kostet 20 bis 30 Prozent mehr. Für Heiner Haller, Bereichsleiter Spedition bei Time Shuttle, einer Spezialfirma für den Transport diebstahlgefährdeter Produkte, hat jedoch die Sicherheit der Fahrer oberste Priorität: „Neben der Verantwortung für das Wohl der Fahrer unterschätzen viele Hersteller das Überfallrisiko für ihre wertvollen Ladungen und die Folgeschäden wie Marktanteilverluste und steigende Versicherungsprämien. Gerade in der Vorweihnachtszeit und zwischen den Festtagen sind viele hochwertige Unterhaltungselektronikgüter unterwegs, das wissen auch die organisierten Diebesbanden.“
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